Arbeitsweise

Christa Zoch Bild: Blumendruck

Im Werk von Christa Zoch, die sich selbst als „Spätberufene“ bezeichnet, steht das Experimentelle stets im Vordergrund. Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit. Bei Letzteren steht thematisch überwiegend der Mensch im Mittelpunkt, der Mensch in seiner Beziehung zu Anderen und zu seiner Umgebung. In den gegenständlichen Arbeiten geht es, wie im gesamten Werk der Künstlerin, dabei gleichzeitig immer um die experimentelle Auseinandersetzung mit den verschiedensten Mal- und Zeichentechniken wie Öl, Aquarell, Kohle und Druckgraphik. Hierbei steht die Wechselwirkung von Raum und Fläche, Fläche und Form oder auch Form und Farbe stets im Vordergrund. Durch die absolute Reduktion dieser Elemente auf das jeweils Wesentliche und seine rhythmische Wiederholung und Vernetzung schafft sie Strukturebenen von großer Lebendigkeit und Dynamik, die ihren Arbeiten eine starke Ausdruckskraft geben.

In den einzelnen Werken steht dabei jeweils ein Element besonders im Vordergrund: einmal die Linie, die mit ihrer Klarheit und kraftvollen Dynamik die Bildaussage auf ihre Form an sich reduziert und ihr dadurch eine ungeheure Intensität verleiht; ein anderes Mal etwa die Farbe, die, auf wenige Nuancen und Töne reduziert, Farbflächen von großer Leuchtkraft schafft. Die Künstlerin selbst sagt „der Malprozess an sich ergibt das Bild – eine immer wieder spannende Sache.“

Ingrid Pérez de Laborda, M.A.
Kunsthistorikerin, München 2012

 

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© 2017 Christa Zoch
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© 2017 Christa Zoch